Diesel im freien Fall: Spritpreise im Mai 2026 deutlich gesunken – Tankfüllung bis zu 8,50 Euro günstiger
Autofahrerinnen und Autofahrer in Deutschland können aufatmen: Die Kraftstoffpreise sind im Mai 2026 spürbar gefallen. Besonders Diesel hat im Verlauf des Monats kräftig nachgegeben – und ist erstmals seit längerer Zeit wieder günstiger als Super E10. Das zeigt eine Auswertung der Bundesdurchschnittspreise vom 3. bis 24. Mai 2026 auf Basis der Daten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (TankerKönig).
Diesel: Minus 17 Cent in drei Wochen
Der größte Gewinner für Verbraucher ist eindeutig der Diesel. Lag der Bundesdurchschnitt am 3. Mai noch bei 2,112 Euro pro Liter, sind es am 24. Mai nur noch 1,942 Euro, ein Rückgang um stattliche 17 Cent. Wer einen 50-Liter-Tank füllt, spart damit rund 8,50 Euro gegenüber dem Monatsanfang.
Auch die Benzinsorten sind günstiger geworden, allerdings deutlich moderater. Super E10 sank von 2,013 Euro auf 1,962 Euro (minus 5,1 Cent), Super E5 von 2,071 Euro auf 2,021 Euro (minus 5,0 Cent).
Der Verlauf: Drei klare Phasen
Die Preise sind nicht gleichmäßig gefallen. In der ersten Maiwoche setzte ein deutlicher Abwärtstrend ein, der bis zum 10. Mai anhielt, der Tiefpunkt für Benzin lag bei E10 mit 1,952 Euro. Anschließend stabilisierten sich die Preise rund eine Woche lang seitwärts und kletterten am 19. Mai bei E10 sogar wieder kurzzeitig auf die 2-Euro-Marke.
Ab dem 20. Mai setzte dann eine neue Abwärtswelle ein, die sich bis zum Monatsausklang beschleunigte. Allein vom 23. auf den 24. Mai verlor E10 noch einmal 2,2 Cent, Diesel sogar 2,5 Cent.
Diesel-Vorteil ist zurück – aber knapp
Bemerkenswert ist die Annäherung der Sorten: Während Diesel am 3. Mai noch fast 10 Cent über dem E10-Preis lag, ist er am 24. Mai mit 1,942 Euro rund 2 Cent günstiger als E10. Damit kehrt sich ein Trend der letzten Jahre vorübergehend um, in denen Diesel wegen der schrittweise steigenden CO₂-Abgabe und hoher Nachfrage aus dem Güterverkehr oft teurer war als Benzin.
Was steckt dahinter?
Die Gründe für die Entspannung an den Zapfsäulen liegen auf mehreren Ebenen: Am Weltmarkt deutet vieles auf ein nachlassendes Angebotsrisiko und gestiegene Lagerbestände beim Rohöl hin. Beim Diesel kommt das saisonale Auslaufen der Heizperiode hinzu, das die Nachfrage nach Mitteldestillaten zusätzlich dämpft.
Ausblick
Ob die Talfahrt anhält, ist offen. Die spürbare Beschleunigung in den letzten Tagen des Monats spricht aktuell eher gegen eine schnelle Trendwende nach oben. Wer kann, sollte die laufende Woche zum Tanken nutzen, gerade Dieselfahrer profitieren so stark wie zuletzt selten. Pendler und Vielfahrer behalten am besten den Bundesdurchschnitt im Blick, um den günstigsten Zeitpunkt zu erwischen.
Quelle: Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (TankerKönig), erfasst über autobahn-baustellen.de, Bundesdurchschnitt aus 1.289 Tankstellen.

