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ADAC-Test: Unterfahrschutz bei Lkw versagt bei Auffahrunfällen – Gefahr für Pkw-Insassen

Das Wichtigste in Kürze

  • Lkw müssen in Europa gesetzlich mit einem Unterfahrschutz ausgestattet sein
  • ADAC-Test zeigt: Der Unterfahrschutz versagt bei Auffahrunfällen nahezu vollständig
  • Unfälle, bei denen Pkw unter Lkw geraten, enden besonders häufig tödlich
  • Aktuelle Zulassungsvoraussetzungen für den Unterfahrschutz sind laut ADAC unzureichend
  • Notbremsassistenten bieten am Stauende nur begrenzten zusätzlichen Schutz

Unterfahrschutz an Lkw: ADAC-Test zeigt gravierende Sicherheitslücken

Lkw müssen in der gesamten Europäischen Union mit einem Unterfahrschutz ausgestattet sein. Diese Vorrichtung soll verhindern, dass Pkw bei einem Auffahrunfall unter das Fahrzeug geraten. Ein aktueller Test des ADAC kommt jedoch zu einem alarmierenden Ergebnis: Der gesetzlich vorgeschriebene Unterfahrschutz ist in der Praxis nahezu wirkungslos.

Warum Unterfahrunfälle mit Lkw so gefährlich sind

Unfälle, bei denen ein Pkw unter einen Lkw rutscht, gehören zu den gefährlichsten Szenarien im Straßenverkehr. Die Fahrgastzelle des Pkw wird dabei oft so stark deformiert, dass die Insassen kaum eine Überlebenschance haben. Genau diese Gefahr soll der Unterfahrschutz an Lkw eindämmen – laut ADAC erfüllt er diese Schutzfunktion jedoch nicht zuverlässig.

ADAC kritisiert Zulassungsvoraussetzungen für Lkw-Unterfahrschutz

Als eine Ursache für das Versagen des Unterfahrschutzes nennt der ADAC die aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen. Die bestehenden Zulassungsvoraussetzungen seien nicht ausreichend, um einen wirksamen Schutz im Ernstfall zu gewährleisten. Der Automobilclub fordert daher eine Überarbeitung der entsprechenden Vorschriften auf europäischer Ebene.

Notbremsassistent als Lösung? ADAC sieht nur begrenzten Schutz

Auch moderne Fahrerassistenzsysteme können das Sicherheitsproblem nicht vollständig kompensieren. Notbremsassistenten, die insbesondere am Stauende automatisch eingreifen sollen, bieten laut ADAC-Test nur begrenzten Schutz vor Unterfahrunfällen. Sie können zwar die Aufprallgeschwindigkeit reduzieren, ersetzen jedoch keinen wirksamen konstruktiven Unterfahrschutz am Lkw.

Fazit: Handlungsbedarf bei Lkw-Sicherheit auf europäischer Ebene

Die Testergebnisse des ADAC machen deutlich, dass beim Schutz von Pkw-Insassen vor Lkw-Unterfahrunfällen erheblicher Handlungsbedarf besteht. Sowohl die technischen Anforderungen an den Unterfahrschutz als auch die gesetzlichen Zulassungsbedingungen müssten nach Einschätzung des Automobilclubs deutlich verschärft werden, um die Sicherheit auf europäischen Straßen nachhaltig zu verbessern.

Quelle: adac.de

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