Geschwindigkeitstrichter
Ein Geschwindigkeitstrichter ist die stufenweise Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit vor einer Baustelle – zum Beispiel von 120 auf 100, dann 80, dann 60 km/h.
Warum gibt es Geschwindigkeitstrichter?
Ein abruptes Tempolimit von 130 auf 60 km/h wäre gefährlich: Fahrer würden zu spät reagieren, Auffahrunfälle wären die Folge. Der Geschwindigkeitstrichter gibt Autofahrern ausreichend Reaktions- und Bremsweg. Jede Stufe ist mindestens 200–500 Meter von der nächsten entfernt. Die Stufenfolge richtet sich nach der Streckengeometrie und der Verkehrsmenge.
Typische Stufenfolgen
Auf deutschen Autobahnen sind folgende Stufenfolgen üblich: 100 → 80 → 60 km/h (kurze Baustellen), 120 → 100 → 80 → 60 km/h (mittlere Baustellen), 130 → 100 → 80 → 60 km/h (lange Baustellen mit hohem Verkehrsaufkommen). Jede Stufe ist durch ein offizielles Tempolimitschild ausgewiesen und gilt ab dem Schild bis zum nächsten.
Gilt das Limit ab dem Schild oder davor?
Das Tempolimit gilt ab dem Standort des Schildes – nicht vorher. Bis zum Schild gilt das vorherige Limit. Es ist jedoch sinnvoll, frühzeitig zu bremsen, da das Schild oft kurz vor dem kritischen Bereich steht. Bei Nässe oder schlechter Sicht sollte man die eigene Geschwindigkeit bereits vor den Schildern anpassen.
Häufige Fragen
Darf man zwischen zwei Stufen wieder beschleunigen?
Nein. Wer auf 100 km/h abgebremst hat und bis zum nächsten Schild (80 km/h) wieder auf 120 beschleunigt, verstößt gegen das geltende 100-km/h-Limit. Das Limit gilt durchgehend bis zum nächsten Schild.
Was passiert wenn man zu spät bremst und geblitzt wird?
Es gelten die normalen Bußgeldsätze für die jeweilige Überschreitung. Der Blitzer kann unmittelbar nach dem Schild stehen. Die Entschuldigung „Ich habe das Schild nicht gesehen" gilt nicht.
Gilt der Trichter auch wenn kein Baufahrzeug zu sehen ist?
Ja. Alle Schilder im Trichter sind verbindlich, unabhängig von Bauaktivität.
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